Krethi und Plethi …

… und Hinz und Kunz wünschen frohe Weihnachten. Wir von „Raum für 3“ auch!

Und außerdem ein kreatives, inspirierendes Jahr 2018.

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Das Schild an der Brücke

Foto Elfie

Das Verweilen auf der Brücke ist verboten

Als ich die ersten fünf Worte auf dem grünen Schild am Starnberger See bei der Übergangsholzbrücke gelesen hatte, war ich sehr erstaunt und auch erfreut über den Begriff „Verweilen“. Gibt es auf dem Landratsamt tatsächlich noch Menschen, die dieses Wort kennen und haben auch noch den Mut, ihn auf ein öffentliches Schild zu schreiben. Ich bin begeistert  aber die andere Frage ist, gibt es überhaupt noch Spaziergänger, die verweilen können.

Verweilen empfinde ich als zweckfrei. Die Menschen, die auf den Bänken sitzen oder auf den Stegen ruhen, wollen meist sich ausruhen oder braun werden. Auch die Rast im überfüllten Seecafé hat den Zweck die Gelüste oder den Hunger zu stillen. Nebenbei ist es auch noch möglich, die Leute an den Nachbartischen zu beobachten und insgeheim über sie zu lästern. Selbst Kinder haben was zu tun am Seeufer –  Feuersteine suchen, Hölzchen oder Steine werfen oder vor den Wellen weglaufen.

Verweilen sehen wir vielleicht Babys in Kinderwägen oder alte Menschen, die immer wieder während des Gehens Pause machen müssen, weil der Körper nicht mehr so kräftig ist.

Eigentlich schade, dass wir auf der besagten Brücke nicht verweilen dürfen und dass es sogar verboten ist.

Vielleicht war es aber auch nur ein kostbarer Hinweis von diesem Amtsangestellten, dass das Verweilen überall möglich ist, aber leider halt nicht auf dieser besagten Brücke.

(Elfie Kriester)